Hydrologische Bedingungen im Heraion von Samos vom 12. bis 8. Jh. v. Chr. und ihre Bedeutung für die wasserbauliche Infrastruktur

Ergebnisse des DFG Projektes Wasser und Kult im Heraion

  • Anna Androvitsanea FHL
  • Mohammad Fawzy FHL
  • Johanna Fuchs DAI Athen
  • Christoph Jan Kuells
  • Henning Fahlbusch
  • Joachim Heiden
Keywords: Samos

Abstract

Welchen Zusammenhang zwischen Wasser und Kult gab es im Heiligtum von Hera auf Samos? Ziel des interdisziplinären von der DFG gefördeten Forschungsvorhabens zwischen Archäologen des DAI und Hydrologen, Wasserbauern und Wasserwirtschaftlern der FHL ist die Untersuchung der Bezüge zwischen Wasser und Kult im Heraion auf Grundlage einer Zusammenschau und integrierten Betrachtung der bisherigen archäologischen Literatur und Funde sowie einer systematischen Untersuchung des hydrologischen und hydrogeologischen Systems. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden während zweier Geländekampagnen 2017 im Frühjahr und im Herbst Messgeräte installiert, Wasser- und Bodenproben entnommen und ein numerisches Modell des Grundwassersystems erstellt, mit dem die Zusammenhänge zwischen klimatischen Randbedingungen und Wasserständen in archaischen Brunnen sowie deren Reaktion auf Klimaextreme und deren Funktion und Leistungsfähigkeit rekonstruiert werden können. Im Rahmen unserer Untersuchung sind die Gewässer im Heraion und der Umgebung beprobt und isotopisch untersucht worden, was im Zusammenhang mit den Ergebnissen des Grundwassermodells Rückschlüsse auf die Herkunft und Beständigkeit der Grundwasserzuflüsse während Trockenphasen ermöglicht.

Published
2018-06-17
How to Cite
Androvitsanea, A., Fawzy, M., Fuchs, J., Kuells, C., Fahlbusch, H., & Heiden, J. (2018). Hydrologische Bedingungen im Heraion von Samos vom 12. bis 8. Jh. v. Chr. und ihre Bedeutung für die wasserbauliche Infrastruktur. Environmental Water Engineering, 1(1), 1-21. Retrieved from http://text.uhydro.de/index.php/ewe/article/view/2